Beitrag zu „Pathways for Peace“, einem Flagship Report von Vereinten Nationen und Weltbank

26.10.2017

Anfang des Jahres erhielt die Berghof Foundation die Anfrage des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP),  eine Hintergrundstudie für einen gemeinsamen Bericht der UN und der Weltbank zu Konfliktprävention und Entwicklung zu erstellen. Der Beitrag sollte Aufschluss darüber geben, wie Akteure und Prozesse politische Gewalt auf nationaler Ebene verhindern bzw. bearbeiten. Das Berghof Team (geleitet von Prof. Hans J. Giessmann und mit Unterstützung von Janel B. Galvanek und Christine Seifert) entwickelte daraufhin die Studie Curbing Violence: Developing, Application, and the Sustaining of National Capacities for Conflict Prevention  [Deutsch: Gewalt zügeln: Nationale Kapazitäten für Konfliktprävention entwickeln, anwenden und erhalten], welche im April 2017 bei der Weltbank eingereicht wurde.

Unser Beitrag untersucht relevante Akteure, Strukturen und Prozesse sowie die Gestaltung und Umsetzung nationaler Kapazitäten zur Konfliktprävention in sechs Ländern. Basierend auf der Analyse der Fallstudien haben wir Empfehlungen entwickelt, wie nationale Akteure und Strukturen zur Verhinderung von Konflikten in einzelnen Staaten durch internationale Zusammenarbeit gestärkt werden können.

Eine Kurzfassung des UN-Weltbank Reports wurde anlässlich der UN-Generalversammlung im September von UN-Generalsekretär António Guterres und dem Präsidenten der Weltbank Jim Yong Kim bei einem hochrangigen Treffen in New York vorgestellt. Der Bericht unter dem Titel Pathways for Peace: Inclusive Approaches to Preventing Violent Conflict [Deutsch: Wege für den Frieden: Inklusive Vorgehensweisen zur Verhinderung gewaltsamer Konflikte] ist ein wichtiger Meilenstein in den Bemühungen, die Zusammenarbeit beider Institutionen in Krisengebieten zu verstärken. Wir freuen uns, dass unsere Empfehlungen in diesem bedeutenden Beitrag zur Förderung von nachhaltig friedlichen und inklusiven Gesellschaften berücksichtigt wurden.

Die Veröffentlichung des vollständigen Reports ist Ende 2017 vorgesehen.