Veröffentlichung zu Jugend, Korruptionsfolgen und politischer Stabilität

01.09.2017

Welche Auswirkungen hat Korruption auf die Stabilität von politischen Systemen, wenn in diesen ein hoher Anteil von Jugendlichen lebt? Mit dieser Frage setzt sich eine empirische Studie auseinander, die Stefan Witthuhn aus dem Tübinger Team der Berghof Foundation zusammen mit Prof. Dr. Mohammad Reza Farzanegan, dem Leiter des Fachgebiet Wirtschaft des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Marburg, verfasst hat. Wie wirkt sich Korruption auf die politische Stabilität von Staaten aus? Welche weiteren Faktoren spielen dabei eine Rolle? Das Hauptaugenmerk der Studie liegt auf dem demografischen Wandel und jugendliche Kohorten. Für die Untersuchung wurden Daten aus über 100 Ländern und dem Zeitraum von 1984 bis 2012 ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Korruption destabilisierend wirkt, wenn der Anteil von Jugendlichen an der gesamten erwachsenen Bevölkerung eine kritische Größe von ca. 20 Prozent übersteigt.

Zitation:

Mohammad Reza Farzanegan & Stefan Witthuhn: Corruption and political stability: Does the youth bulge matter?, in: European Journal of Political Economy, Vol 49, September 2017, S. 47-70; doi.org/10.1016/j.ejpoleco.2016.12.007

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