Initiative Mediation Support

© ZIF / Mike Auerbach
Konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin am 25.November 2015, veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Initiative Mediation Support © ZIF / Mike Auerbach.

Die Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD) besteht aus einem Konsortium von fünf Nichtregierungsorganisationen. Neben der Berghof Foundation sind dies das Center for Peace Mediation an der Europa-Universität Viadrina, CSSP - Berlin Center for Integrative Mediation, inmedio berlin - institut für mediation, beratung, entwicklung, sowie das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF). Ziel der Initiative ist es, (Friedens)Mediation und Mediation Support im öffentlichen Diskurs und der deutschen (Außen)Politik stärker zu verankern und als effizientes und nachhaltiges friedenspolitisches Instrument in den Bereich der zivilen Krisenbearbeitung zu integrieren. Neben regelmäßigem Erfahrungsaustausch der Initiativemitglieder untereinander, sowie mit dem Auswärtigen Amt (AA), und der Veröffentlichungen von Politikempfehlungen, hat die Initiative im November 2014, in Zusammenarbeit mit dem AA, die Konferenz Friedensmediation 2014 organisiert. Weitere Expertenklausuren und Konferenzen zur Thematik sind in Planung.

Neben der Professionalisierung der Strukturen zur Mediationsunterstützung der UN und der EU engagieren sich zunehmend Einzelstaaten, wie die Schweiz oder Finnland, sowie nichtstaatliche Akteure im Bereich Friedensmediation und Mediationsunterstützung. Die Institutionalisierung, Planung und Umsetzung von Mediation und Mediationsunterstützung werden von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt, abhängig u.a. von den spezifischen außenpolitischen Interessen der Staaten. In Deutschland verfügen die Fachkräfte der  zivilen Konfliktbearbeitung diesbezüglich über einen reichen Erfahrungsschatz. Verschiedene Regierungs- und Nichtregierungs-Akteure begleiten Mediationsprozesse oder sind am Aufbau von Kapazitäten und in der Forschung aktiv. Es fehlt allerdings noch an einem kohärenten Gesamtprofil sowie an übergreifenden institutionalisierten Koordinationsstrukturen auf nationaler Ebene und für deutsche Aktivitäten im internationalen Feld. Wie dies in Zukunft gestaltet werden kann, ist Kernthema der Initiative Mediation Support Deutschland.

Ziele und Ergebnisse

Vor diesem Hintergrund will die Initiative:

  • an der weiteren Entwicklung von Potenzialen deutscher Mediation und Mediationsunterstützung mitwirken,
  • Erfahrungen bisheriger deutscher Aktivitäten und anderer Staaten systematisch auswerten und Empfehlungen für bestehende oder neue Strukturen, die Verwendung von Ressourcen sowie geeignete Schwerpunkte und Aktivitäten erarbeiten,
  • den Bedarf an Mediation und deren Unterstützung, insbesondere im Rahmen deutscher Außenpolitik sowie für die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren identifizieren, und 
  • darauf aufbauend, durch Beratung und Mitwirkung, die Entwicklung eines spezifischen deutschen Beitrags im Bereich Friedensmediation und Mediationsunterstützung als friedenspolitisches Instrument fördern.

Die Initiative Mediation Support Deutschland besteht aus einem Konsortium von fünf Nichtregierungsorganisationen. Neben der Berghof Foundation sind dies das Center for Peace Mediation an der Europa-Universität Viadrina, CSSP - Berlin Center for Integrative Mediation, inmedio berlin - institut für mediation, beratung, entwicklung, sowie das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF).

Das Auswärtige Amt unterstützt ein bei der Berghof Foundation angesiedeltes Gemeinschaftsprojekt der Initiative Mediation Support Deutschland.

Konferenz „Deutschland als Vermittler: Friedensmediation und Mediation Support in der deutschen Außenpolitik“, November 2014

Was sind Friedensmediation und Mediationsunterstützung? Welche Rolle kann Deutschland in diesem Bereich spielen? Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz Friedensmediation 2014. Konkrete Fallbeispiele von Friedensmediation und Mediation Support mit deutscher Beteiligung haben aufgezeigt, welche Erfahrungen und Ressourcen Deutschland heute bereits beisteuert und wie deutsche Beiträge substantiell ausgebaut werden könnten. Dabei wurde gemeinsam erarbeitet, an welchen Stellen enger zusammengearbeitet und voneinander gelernt werden kann, um vorhandenes Potenzial im Bereich der Friedensvermittlung effektiver zu nutzen und weiter auszubauen. Auch die internationale Perspektive wurde einbezogen: welche internationalen Organisationen und Foren gibt es in diesem Bereich und wie können die deutschen Beiträge mit diesen vernetzt werden?

Allen aus Legislative, Exekutive und der Zivilgesellschaft, die sich mit Mediation in der Außenpolitik befassen oder sich für diesen Bereich interessieren, hat die Konferenz eine Plattform für intensiven Austausch von Wissen und Erfahrungen geboten. Sie hat dazu beigetragen, eine Grundlage für anstehende politische, fachliche und strategische Entscheidungen zu Friedensmediation und Mediation Support in Deutschland zu schaffen. Auf Basis der auf der Konferenz zusammen mit Experten erarbeiteten Vorschläge können nun gemeinsam nächste Schritte formuliert werden.

Eine Expertenklausur zum Thema Konfliktanalyse und  sogenannten „Mediation Entry Points“ findet im Oktober 2015 statt.

  • Auwärtiges Amt (AA) & Initiative Mediation Support Deutschland (IMSD): Basics of Mediation: Concepts and Definitions. Fact Sheet Series: Peace Mediation and Mediation Support. Berlin February 2017. PDF >
  • Friedensmediation. Kurzinformation & Vorschläge für die Politik. PDF >
  • Report of the 2014 conference “Germany as mediator: Peace mediation and mediation support in German foreign policy”. PDF > 

Video Interviews zum Thema Friedensmediation und Mediation Support wurden im Zusammenhang mit der Konferenz Friedensmediation 2014 produziert. Sie sind verfügbar auf der  Konferenz-Website.