Mediation Roundtables

4.Mediation Roundtable, April 2016, Deutscher Bundestag

Die Diskussionsreihe Mediation Roundtables bietet Entscheidungsträgern und Experten die Möglichkeit, sich in einem kleinen und informellen Rahmen zu verschiedenen Aspekten der Friedensmediation und Mediationsunterstützung auszutauschen, aktuelle Fragen zu diskutieren und gemeinsame Politikempfehlungen zu entwickeln. Eingeladen sind Fachpolitiker und Parlamentarier (insbesondere die Mitglieder der entsprechenden Ausschüsse), Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Ministerien (wie v.a. dem Auswärtigen Amt), sowie Fachleute.

Friedensmediation und Mediationsunterstützung gewinnen in der außenpolitischen Arbeit Deutschlands zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger wird es, das Thema in die parlamentarische Arbeit einzubinden und die Vernetzung zu diesem Thema, etwa zwischen Parlamentariern und Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes zu fördern.

Die Mediation Roundtables wurden von der Berghof Foundation Anfang 2015 initiiert. Das Format bietet eine Plattform für einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch sowie für Expertenbeiträge zu aktuellen Herausforderungen in diesem Bereich.

6. Mediation Roundtable in Kooperation mit dem WOSCAP-Projekt (Gesamtgesellschaftliche Konfliktprävention und Friedensförderung)

Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 8. September 2017 standen die Ergebnisse einer Studie zu den Fähigkeiten und Erfahrungen der EU im Feld der Friedenskonsolidierung. Das kooperative Forschungsprojekt WOSCAP wird aus Mitteln des EU-Förderprogramms Horizon 2020 finanziert. Es untersucht u.a., durch welche handlungsorientierten Optionen die Kapazitäten der EU im Bereich inklusiver Friedenskonsolidierung verbessert werden könnten. Die Veranstaltung konzentrierte sich dabei insbesondere auf die Ergebnisse der Fallstudien zu Mali und der Ukraine.

4. Mediation Roundtable: Der Mehrwert von Regionalorganisationen in Bezug auf Friedensmediation - Die Afrikanische Union, die OSZE und die Vereinten Nationen

Die Veranstaltung im deutschen Bundestag diente dem Austausch zwischen Parlamentariern und hochrangigen Vertretern der verschiedenen Regionalorganisationen. Den 24 Teilnehmenden bot der Roundtable interessante Einblicke in regional zugeschnittene Formate zur Mediation und Mediationsunterstützung.

3. Mediation Roundtable: Konzepte und Ansätze verschiedener Mediationsakteure  - Was kann Deutschland von anderen Staaten und von multilateralen Organisation lernen?

Der dritte Mediation Roundtable fand am 22. September 2015 statt und beschäftigte sich mit verschiedenen Ansätzen und Konzepten von staatlichen und multilateralen Akteuren in Sachen Mediation und Mediationsunterstützung.

Sowohl die Vereinten Nationen, als auch der Europäische Auswärtige Dienst sind mit Mediation Support Teams ausgestattet, die jeweilige Mediationsvorhaben unterstützten. Staaten können ebenfalls eine wichtige Rolle in dem Bereich ausfüllen, und so haben verschiedene Länder Strukturen in ihren jeweiligen Ministerien geschaffen, deren Schwerpunkte Mediation und Mediationsunterstützung beinhaltet. Im Zuge des im Jahr 2014 angestoßenen Review-Prozesses wurde auch im Auswärtigen Amt eine Abteilung geschaffen, die sich diesem Thema annimmt und interne Kapazitäten bündelt. Dieser Roundtable bietet die Möglichkeit Erfahrungen mit wichtigen internationalen Partnern auszutauschen, und mögliche Schlüsse zu reflektieren, die für Deutschland aus deren Erfahrungen und Empfehlungen zu ziehen sind.

2. Mediation Roundtable zum Nationalen Dialog im Sudan – Herausforderungen und Chancen für die friedenspolitische Arbeit

Der zweite Mediation Roundtable fand im März 2015 statt und beschäftigte sich am Beispiel Sudans mit den Möglichkeiten und Grenzen von Nationalen Dialogen.

Vor dem Hintergrund der politisch hoch angespannten Situation im Sudan wurde in kleiner Runde diskutiert, mit welchen Herausforderungen internationale Geber, einschließlich Deutschland, die mit Hilfe friedenspolitischer Maßnahmen konstruktiv zum Friedensprozess beitragen wollen, konfrontiert sind. Eröffnet wurde die Diskussion mit einem kurzen Beitrag von Theodore Murphy (Berghof Foundation) und Dr. Annette Weber (Stiftung für Wissenschaft und Politik). Sie gaben Einblicke in die friedenspolitische Arbeit im Sudan mit besonderem Blick auf die Unterstützung des Nationalen Dialogs durch die Berghof Foundation in Kooperation mit der SWP und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes.

1. Mediation Roundtable zu den Auswirkungen von Terrorlisten auf Friedensprozesse und Drittparteien

Im Februar 2015 organisierte die Berghof Foundation einen Mediation Roundtable zu den Auswirkungen von Terrorlisten auf Friedensprozesse.

Die Intention von Terrorlisten ist es, Fehlverhalten bewaffneter Gruppen zu sanktionieren.  Ziel des Roundtable war es, eine Diskussion unter Fachleuten und politischen Entscheidungsträgern über die Folgen der Listung anzuregen und darüber nachzudenken, wie mit sanktionierten Gruppen, die an Friedensverhandlungen interessiert sind, umgegangen werden soll. Dabei stand v.a. die Frage im Mittelpunkt, wie sich die mit Terrorlisten einhergehenden Einschränkungen und Verbote der Interaktion auf das Engagement von Drittparteien auswirken. Als Fallbeispiel wurde das Verbot der PKK diskutiert. Den Kurzvortrag hielt Dr. Vicki Sentas, Koautorin der Studie „Building Peace in Permanent War: Terrorist Listing & Conflict Transformation“.

Louise Boon-Kuo, Ben Hayes, Vicki Sentas, Gavin Sullivan (2015): Building Peace in Permanent War: Terrorist Listing & Conflict Transformation. London, Amsterdam: International State Crime Initiative; Transnational Institute. PDF >