Eröffnung der Ausstellung “Lebendige Geschichte” in Tbilisi

Am 10. Dezember eröffnete Oliver Wolleh, Leiter des Kaukasus-Programms der Berghof Foundation, zusammen mit dem deutschen Botschafter in Georgien Ortwin Hennig, die Ausstellung „Lebendige Geschichte“ im Europahaus in Tbilisi.

In der Ausstellung werden individuelle Erinnerungen an Krieg und die Rückkehr zu Frieden in Abchasien, Georgien, Nagorny Karabakh und Südossetien  gezeigt. Sie ist das Resultat unserer Arbeit zu Fragen von Geschichte und Erinnerung im Rahmen des Projektes „Vom Trialog zum nachhaltigen Dialog“, das vom Auswärtigen Amt gefördert wird.

In seiner Ansprache betonte Oliver Wolleh, dass die Kriege der frühen 1990er Jahre die politische, soziale und emotionale Verfasstheit Georgiens nachhaltig verändert hätten. „Nun ist die Zeit reif, dass Georgier auch über ihre Verantwortung für die Ereignisse der frühen 1990er Jahre nachdenken“ stellte er fest.

Botschafter Hennig betonte, Geschichte sei ein nach vorne offener Prozess, der eine konstante Neubewertung erfordere. Weitere Reden des Abends wurden von Frau Tinatin Asatiani (lokale Projektleiterin), Herrn Vladimir Doborjginidze (Stiftung Molodino der Angehörigen "Vermisster Personen" und Frau Rusudan Marshania (NRO "Von Angesicht zu Angesicht") gehalten.

Die Ausstellung wurde insbesondere von Kriegsveteranen (1992-93 sowie 2008 Kriege), Flüchtlingen und intern Vertriebenen, Journalisten sowie Studenten in Gruppenführungen besucht.

Berichterstattung in georgischen Medien

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