Feldforschung abgeschlossen für das Projekt “Friedliche Koexistenz?”

Die Feldforschung für die drei Fallstudien (Kolumbien, Liberia, Nordostindien) des von der deutschen Stiftung Friedensforschung geförderten Projekts “Friedliche Koexistenz? Traditionelle und nicht-traditionelle Mechanismen der Konfliktlösung” ist nun abgeschlossen. Das Projekt beschäftigt sich mit den Formen der Koexistenz von  traditionellen (indigenen, lokalen, gemeindebasierten etc.) und nicht-traditionellen (importierte, liberale, staatsbasierte etc.) Ansätzen der Konfliktbearbeitung und den Konsequenzen, die unterschiedliche Interaktionsmuster zwischen den Ansätzen für die Konfliktlösung haben.

Katrin Planta führte im Juni und Juli die Feldforschung in der Region La Guajira in Kolumbien durch und sprach mit Schlüsselfiguren der Wayuu Gemeinde, indigenen Autoritäten und Gemeindemitgliedern, Vertretern staatlicher Behörden, die auf lokaler und nationaler Ebene mit Konfliktbearbeitung betraut sind und Forschern. Die Feldforschung in Nordostindien wurde zeitgleich von unseren Partnern am Malaviya Centre for Peace Research (MCPR) der Banaras Hindu University in Varanasi, India, Dr. Anjoo Sharan and Dr. Priyankar Upadhyaya, in der Region Meghalaya realisiert.

Janel B. Galvanek reiste im September nach Liberia, wo sie in der Hauptstadt Monrovia und in der Region Bong County Interviews mit traditionellen Autoritäten, Repräsentanten internationaler und lokaler Organisationen, Gemeindemitgliedern und staatlichen Vertretern durchführte. Die Ergebnisse der Feldforschungen werden Ende Dezember 2015 im Rahmen einzelner Fallberichte veröffentlicht. Ein vergleichender Forschungsbericht, der auch Politikempfehlungen für Regierungsvertreter und Handlungsanregungen für Friedensfachkräfte, die im Kontext indigen oder traditionell geprägter Gesellschaften arbeiten, enthält wird im Juni 2016 veröffentlicht.