Wie wir arbeiten

Die Berghof Foundation ist eine unabhängige und gemeinnützige Nichtregierungsorganisation. Sie unterstützt Konfliktparteien und andere Akteure in ihren Bemühungen, durch Friedensförderung, Friedenserziehung und Konflikttransformation politischen und sozialen Wandel sowie dauerhaften Frieden zu erreichen.

Berghof Foundation Trailer >

Berghof Foundation Annual Report 2014 (Englisch) >

Berghof Foundation Annual Report 2013 (Englisch) >

Unser Ziel ist eine Welt, in der die Menschen friedliche Beziehungen untereinander pflegen und Gewalt als Mittel politischen und sozialen Wandels überwunden haben. Wir sehen Konflikte als integralen und oft sogar unverzichtbaren Teil politischen und sozialen Lebens, erachten jedoch die Anwendung von Gewalt in Konflikten als vermeidbar. Wir sind überzeugt, dass auch lange Zeit andauernde, gewaltförmige Konflikte in eine dauerhafte Zusammenarbeit umgewandelt werden können. Dies setzt Räume voraus, in denen sich Kräfte für einen friedlichen Wandel entfalten können und miteinander interagieren.

Weiterführende Informationen finden sich in der Strategic Vision.

„Creating space for conflict transformation“ – wir unterstützen Konfliktparteien und andere Akteure dabei, in eigener Verantwortung gewaltfreie Antworten auf eskalierende Konflikte zu finden. Dazu arbeiten wir mit gleichgesinnten Partnern in ausgewählten Regionen zusammen, die sich ähnlichen Zielen verpflichtet fühlen. Wir bauen auf Wissen, Fähigkeiten und Ressourcen in der Konfliktforschung, Friedensförderung sowie Friedenspädagogik und verknüpfen unsere regionale Expertise mit thematischen Schwerpunktsetzungen. Dabei verstehen wir uns als eine lernende Organisation, die in der Lage ist, Anstrengungen zur Konflikttransformation nachhaltig zu unterstützen.

In der Umsetzung unserer Mission orientieren wir uns an den Werten Inklusivität, Teilhabe und Reflexion.

  • Inklusivität bezieht diejenigen mit ein, die von Entscheidungen und Handlungen betroffen sind. So wird sichergestellt, dass alle relevanten Meinungen und Interessen bedacht werden. Da Inklusivität voraussetzt, dass man sich aufeinander einlässt, trägt sie dazu bei, Vertrauen zwischen Akteuren zu schaffen und eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit zu stärken.

  • Teilhabe bedeutet für uns die Übernahme von Verantwortung. Wir tragen Verantwortung für unsere eigene Organisation – die Konfliktparteien und andere involvierte Akteure müssen in der Lage sein, Verantwortung für ihr Handeln angesichts der Herausforderungen in Konflikten selbst zu übernehmen.

  • Reflexion heißt für uns, dass wir Gelegenheiten nutzen, gemeinsam nachzudenken und Dinge aus neuen Perspektiven zu betrachten. Sowohl für unsere Organisation als auch für Konfliktakteure motiviert eine realistische Selbsteinschätzung zu Lernen und Innovation.

Auf Nachhaltigkeit angelegte Konflikttransformation ist stets das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen. Wir wollen Räume für Konflikttransformation schaffen, indem einander verstärkende Kenntnisse, Fähigkeiten und Ressourcen für ein gemeinsames Lernen zusammengeführt werden.

Fähigkeiten zur Mitwirkung stärken

Interessen und Bedürfnisse vor Ort sind für unser Engagement handlungsleitend. Wir nehmen die Belange aller konfliktbeteiligten Parteien ernst und versuchen, Bedingungen zu schaffen, unter denen diese und andere interessierte Akteure konstruktiv miteinander kooperieren können. Für diesen Zweck bieten wir unsere Kenntnisse, Fähigkeiten und Ressourcen an, um die individuellen und institutionellen Fähigkeiten unserer Partner zu stärken. Unsere eigenen Aktivitäten werden dabei durch ein gezieltes Förderprogramm ergänzt. Im Bemühen, zwischen den Konfliktparteien Brücken zu bauen, ist die Unterstützung, die wir leisten, stets fair, einfühlsam und unseren Werten Teilhabe, Eigenverantwortung und Reflexion verpflichtet.

Nachhaltige Transformation unterstützen

Für die Transformation von politischen und sozialen Konflikten gibt es weder vorgefertigte Modelle noch schnelle Lösungen. Nachhaltige Transformation muss sich den tiefer liegenden Ursachen der Konflikte zuwenden und Faktoren beachten, die durch die Anwendung von Gewalt konfliktverschärfend wirken. Die strukturellen Ursachen sozialer und politischer Gewalt zu entschlüsseln, erfordert die Überwindung tradierter Einstellungen sowie stereotyper Denk- und Verhaltensweisen. Effektive Hilfen verlangen langfristiges und beharrliches Engagement, das sich nicht von möglichen Rückschlägen, erneuter Eskalation oder zunächst ausbleibenden Erfolgen entmutigen lässt.

Reflektives Lernen fördern

Konflikttransformation ist ein Prozess des Lernens und zugleich Lernen durch Handeln. Reflexion in diesem Prozess bringt die Konfliktparteien und Akteure dazu, ihre jeweiligen Rollen und Herangehensweisen kritisch zu betrachten. Gleichzeitig sind Lernprozesse aber auch für uns selbst wichtig, um unsere eigene Arbeit weiterzuentwickeln. Wir verstehen uns als eine Organisation, die Räume öffnet, in denen Partner und Experten und auch wir selbst mit- und voneinander lernen.

Weiterführende Informationen finden sich in der Strategic Vision.