Auftaktworkshop zu psychosozialer Unterstützung für MenschenrechtsverteidigerInnen

18.08.2016

Wie reagieren Menschenrechtsorganisationen darauf, dass ihre MitarbeiterInnen bedroht werden, oder ihre Büros Ziele von Anschlägen werden? Neben möglichen physischen Verletzungen können die seelischen Auswirkungen einer solchen Situation auf MenschenrechtsverteidigerInnen und ihre Arbeit beträchtlich sein.

Ein über fünf Monate angelegter Austausch zwischen je zwei VertreterInnen von drei Organisationen, jeweils aus Honduras, Kolumbien und Mexiko, widmet sich der Frage, wie Organisationen besser mit den psychosozialen Auswirkungen solcher Bedrohungen umgehen können. Der Auftaktworkshop wurde vom 5.-6. August in der Nähe von Mexiko-Stadt durchgeführt und bildet die Grundlage für zwei weitere Workshops. Im Mittelpunkt stand ein Reflexionsprozess zur Bedrohungssituation, ihrer Hintergründe, und wie sie von den Teilnehmenden wahrgenommen und bearbeitet wird. Im Anschluss ging es um die Entwicklung einer persönlichen Vorstellung der gewünschten Situation in Bezug auf den psychosozialen Umgang mit Bedrohung, sowie schließlich um die Erarbeitung eines Arbeitsplans mit dem Ziel, in jeder der Organisationen einen Prozess zu einem integralen Umgang mit den Auswirkungen von Bedrohungen und Risiken anzustoßen. Die Berghof Foundation organisiert die Workshops und unterstützt die Dialog- und Reflexionsprozesse innerhalb der Zusammenkünfte sowohl inhaltlich als auch methodisch.