Forschung zu „traditionellen“ und „modernen“ Mechanismen der Konfliktbearbeitung: Vorstellung von Projektergebnissen

15.12.2016

Die wichtigsten Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts Friedliche Koexistenz? wurden kürzlich auf zwei Veranstaltungen vorgestellt.

Das Projekt untersuchte die Wechselwirkungen und gegenseitige Beeinflussung zwischen traditionellen (indigenen, lokalen und gemeinwesen-orientierten) und nicht-traditionellen (importierten, staatszentrierten, westlichen) Herangehensweisen der Konfliktbearbeitung. Die drei Fallstudien des Projektes waren Kolumbien, Liberia und Nordostindien. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob die Koexistenz dieser beiden Ansätze nicht zu Spannungen und Wettbewerb untereinander führen könnte, so dass Konflikte letztlich verstärkt würden. Andererseits könne die Bevölkerung auch profitieren, weil sich durch die Parallelstrukturen bessere Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung ergäben, was Konfliktlösungen unterstütze.

Die Ergebnisse des Projektes wurden auf dem Symposium der India Social Science and Humanities Platform (EqUIP) gemeinsam von Senior Project Manager Janel B. Galvanek und dem indischen Forschungspartner, Professor Priyankar Upadhyaya, vorgestellt. Die Veranstaltung unter dem Titel “Power Structures, Conflict Resolution and Social Justice“ fand im Oktober 2016 in Sohana, Haryana in Indien statt. Die Reise bot eine gute Gelegenheit, die indische Forschungspartner vom Malaviya Center for Peace Research (MCPR) der Banaras Hindu University in Varanasi zu besuchen.

Ferner folgte Janel B. Galvanek einer Einladung zur 26ten Konferenz der International Peace Research Association (IPRA). Auf der Veranstaltung, die Ende November 2016 in Freetown in Sierra Leone, und damit zum ersten Mal in Afrika südlich der Sahara stattfand, hatte sie ebenfalls die Gelegenheit, die Projektergebnisse vorzustellen. Die Projektthemen und Ergebnisse wurden jeweils mit großem Interesse aufgenommen - insbesondere von Zuhörenden, die in Ländern mit doppelten (traditionellen und staatlichen) Rechtssystemen leben und arbeiten.