Konferenz zur Rolle der OSZE als Mediator

19.07.2016

Am 6. Juli veranstaltete das Auswärtige Amt zusammen mit dem Konsortium Initiative Mediation Support Deutschland die Konferenz “The OSCE as Mediator” in Berlin. Rund 200 Teilnehmer, darunter Mediationsexperten der OSZE und anderer internationaler Organisationen, Experten aus der Zivilgesellschaft, Akademiker sowie hochrangige Vertreter der OSZE und ihrer Teilnehmerstaaten, debattierten engagiert  über die Rolle und Potentiale der OSZE im Bereich Mediation und Konfliktbewältigung. Ausgehend von den bestehenden Konflikten im OSZE-Raum wurden unterschiedliche Mediationsinstrumente und -herangehensweisen beleuchtet und Überlegungen zur weiteren Stärkung der OSZE-Kapazitäten im gesamten Konfliktzyklus angestellt.

Norbert Ropers (Senior Advisor, Berghof Foundation) und Almuth Wieland-Karimi (Zentrum für Internationale Friedenseinsätze - ZIF) moderierten die verschiedenen Plenarsitzungen. Die Berghof Foundation brachte ihre Expertise vor allem in den Panels "Insider Mediators as Part of Peace Infrastructures" und "Status-neutral Mediation Approaches" ein. Im Panel zu Insider Mediators, das von der Berghof Foundation organisiert wurde, stellte Luxshi Vimalarajah, Programm-Direktorin des Programms Dialog, Mediation und friedensfördernde Strukturen, die ersten Erkenntnisse aus der aktuell durchgeführten Studie zu Insider Mediators im OSZE-Raum vor, die von der OSZE in Auftrag gegeben wurde und vom Arbeitsstab OSZE-Vorsitz 2016 des Auswärtigen Amts finanziert wird.

Im Panel "Status-neutral Mediation Approaches" veranschaulichte Oliver Wolleh, Programmdirektor des Kaukasus Programms, anhand der Beispiele Zypern und Georgien die Konsequenzen, die die Frage nach dem Status eines Territoriums für alle involvierten politischen und sozialen Akteure haben kann. In solchen Fällen können sogenannte "By-pass-Strukturen", die status-neutrale Interaktionen möglich machen, hilfreich sein. 

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