Nach über 50 Jahren endlich Frieden in Kolumbien?

20.06.2016

Leiterin des Lateinamerika-Programms zu Gast bei Podiumsdiskussion

Was passiert nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens? Was kann Kolumbien für die Zeit unmittelbar danach von anderen Ländern lernen? Diese und weitere Fragen diskutierten Barbara Unger, Leiterin des Lateinamerika-Programms der Berghof Foundation, und Lothar Witte, Landesvertreter der Friedrich-Ebert Stiftung in Kolumbien am 14. Juni in der Urania Berlin. Die Diskussion, moderiert von Mirjam Gehrke von der Deutschen Welle, fand im Rahmen der Reihe "Frieden und Sicherheit in Zeiten globaler Umbrüche" der Friedrich-Ebert-Stiftung statt. Im Mittelpunkt standen der seit über 50 Jahren andauernde bewaffnete Konflikt in Kolumbien und die derzeit laufenden Friedensverhandlungen sowie Ausblicke auf die Zeit danach. Diskutiert wurde u.a. über die verschiedenen Rollen von Frauen als Opfer, Kämpferinnen der Guerilla, Friedensaktivistinnen oder Verhandlungsführende. Ein weiteres Thema war die Frage, wie sich die Präsenz paramilitärischer Gruppen auf die Sicherheit nach Unterzeichnung eines Abkommens weiter auswirken würde. Dazu wurden Erfahrungen aus anderen Friedensverhandlungen und -prozessen zu Entwaffnung, Demobilisierung, und Wiedereingliederung (DDR) sowie Reformen des Sicherheitsbereichs reflektiert. Außerdem wurden der politische Wille der Akteure sowie die Chancen auf eine möglichst partizipative und inklusive Umsetzung kritisch hinterfragt.