Neue Veröffentlichung zu „Peace Infrastructures“ (I4P)

21.03.2016

Die Frage, durch welche strukturellen und institutionellen Rahmenbedingungen Frieden gefördert werden kann, beschäftigt Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zunehmend. Dabei ist das Konzept der sogenannten Peace Infrastructures (I4P) alles andere als neu. In zahlreichen Konfliktregionen überall auf der Welt haben diese dazu beigetragen, dass Spannungen, die sich aus politischen, sozialen und wirtschaftlichen Transformationsprozessen ergeben, entschärft wurden. Gleichzeitig wurden Kapazitäten gestärkt, um Konflikte friedlich beizulegen.

In dieser, vom Leiter der Berghof Foundation, Prof. Dr. Hans J. Giessmann, verfassten Studie werden nun die Erkenntnisse und Erfahrungen aus der bisherigen Arbeit mit I4P zusammengestellt. Entstanden ist sie in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit in der Schweiz (DEZA).

Die Studie bietet wichtige Erkenntnisse zu Grundlagen, Konzeption und Zuschnitt von I4P-Prozessen im Hinblick auf nationale Zusammenhänge. Im Mittelpunkt stehen dabei Erfahrungen aus Südafrika, Ghana, Tunesien, Nepal und Thailand (Südthailand). Welche Erkenntnisse lassen sich aus den dortigen Erfahrungen mit derartigen Friedensstrategien ziehen? Was lässt sich über einzelne Maßnahmen, wie etwa Nationale Dialoge, lokale Friedenskomitees oder die Arbeit konfliktinterner Mediatoren (Insider Mediators) feststellen?

Exemplarisch für die Rolle externer Akteure in Konflikten wird abschließend auf die Arbeit von UNDP Bezug genommen. So enthält die Studie Empfehlungen, wie UNDP konzeptionell und konkret I4P-Prozesse unterstützen könnte.

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