Neue Veröffentlichung zu „unkonventionellen” Gewaltakteuren

26.02.2015

Photo: Latin King / Javier Ramirez / Wikimedia Commons

Die Publikation unserer Mitarbeiterinnen Katrin Planta und Dr. Véronique Dudouet ist Teil einer von dem Norwegian Peacebuilding Resource Centre (NOREF) und dem Clingendael Institut in Auftrag gegebenen Studienreihe zu „nicht-konventioneller“ bewaffneter Gewalt.

Unter dem Titel „Fit for negotiation? Options and risks in the political transformation of non-conventional armed groups” befassen sich die Autorinnen mit folgenden Fragen: sind politische Anreize in Verhandlungen mit „unkonventionellen” Gewaltakteuren, wie beispielsweise Netzwerken organisierter Kriminalität oder Jugendgangs, ein geeignetes Mittel? Welche Anreize dieser Art kommen in Frage und welche Herausforderungen bringen diese für einen demokratischen Wandel? Womit sollten nationale und internationale Akteure rechnen, die über Alternativen nachdenken, wie solche Gewaltakteure einzubinden wären?

Die Autorinnen argumentieren, dass sich zwar viele Prinzipien des Umgangs mit „traditionellen” Konfliktparteien in innerstaatlichen Gewaltkonflikten auf „unkonventionelle” Gewaltakteure übertragen lassen. Dazu müssen die Chancen und Risiken von politischen Anreizen allerdings äußerst sorgfältig abgewägt werden. Eine  Analyse des jeweiligen Akteurs sollte nicht nur Fragen der sozialen Legitimität und der Kohärenz des politischen Programms umfassen. Auch der spezifische Kontext sollte einbezogen werden; insbesondere die Möglichkeit der Einbindung des Akteurs in einen formalen Friedensprozess.

Die Publikation kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: www.clingendael.nl/publication/violence-politics-transforming-non-conventional-armed-groups