Neue Veröffentlichung zur internationalen Unterstützung von inklusiven politischen Vereinbarungen

09.02.2017

Im Januar 2017 hat das International Network on Conflict and Fragility (INCAF) der OECD den Bericht „Hitting the target, but missing the point?“ veröffentlicht, der von Mitarbeiterinnen der Berghof Foundation mitverfasst wurde  (Véronique Dudouet und Stina Lundström). Die Studie wurde durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert. Im Mittelpunkt des Reports  steht die Frage, wie bilaterale und multilaterale Geber ihren — 2011 im New Deal for Engagement in Fragile States formulierten — Verpflichtungen nachkommen, inklusive und legitime politische Vereinbarungen zu unterstützen und wie sie diese Unterstützung konzipieren und praktisch umsetzten.

Anhand von vier empirischen Fallstudien (Afghanistan, Somalia, Süd Sudan und Timor-Leste) zeigt der Bericht auf, dass Bemühungen, Entwicklungszusammenarbeit verstärkt in ihrem politischen Kontext zu verstehen und dementsprechend anzupassen,  bislang nicht flächendeckend umgesetzt wurden.  Er kommt daher zu dem Schluss, dass der New Deal noch nicht zu einem grundlegenden Umdenken darüber geführt hat, wie Geber eine inklusive und legitime Politik in Krisengebieten effektiv unterstützen können.  In dem Bericht werden eine Reihe von Empfehlungen vorgestellt, die es den internationalen Förderinstrumenten und –institutionen ermöglichen sollen, die Realität fragmentierter und umstrittener Regierungsführung in fragilen und konfliktbehafteten Umgebungen besser zu erkennen und mit ihnen zu arbeiten.

Der Bericht steht auch auf der INCAF Webseite zur Verfügung.

Für weitere Informationen zum Hintergrund und der Methodik des Berichts, kann die Projektbeschreibung abgerufen werden.