Prävention von gewaltsamem Extremismus (PVE) im westlichen Balkan

13.09.2017

Unser Programmbereich Konflikttransformationsforschung hat ein neues partizipatives Forschungsprojekt entwickelt. Gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes wird die Forschung gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo sowie Mazedonien durchgeführt. Untersucht wird, welche Faktoren entscheidend dafür sind, ob lokale Gemeinden entweder für gewaltsamen islamistischen Extremismus empfänglich sind oder derartige Einflüsse abwehren können.

Die Forschungsergebnisse fließen, in Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren vor Ort, direkt in Politikberatung und lokale Dialogformate ein. Ziel ist es, Strategien gegen eine gewaltsame Radikalisierung junger Muslime im Westlichen Balkan zu entwickeln. Um einer Radikalisierung vorzubeugen und die Resilienz gesellschaftlicher Gruppen auszubauen, liegt hier ein spezielles Augenmerk auf der Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure (insbesondere aus dem Jugendbereich und religiösen Kreisen) und einer engen Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen. Im Rahmen des Projektes wird außerdem eine intra-regionale Vergleichsanalyse erstellt, sowie ein überregionaler Austausch mit entsprechenden Experten aus der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) initiiert.

Die Auftaktveranstaltung zu unserem neuen Projekt fand in Berlin statt. Zu diesem Anlass hat sich der internationale Fachbeirat, zusammengesetzt aus fünf Fachleuten sowie Repräsentanten unserer vier Partnerorganisationen, vom 19. bis 21. Juli in Berlin getroffen. Ziel war es, gemeinsam den Projektschwerpunkt, -design und Vorgehensweise zu diskutieren.