Roundtable in New York zu internationalem Engagement und nationaler Verantwortung

24.04.2018

Credits: German Permanent Representation to the UN

Credits: German Permanent Representation to the UN

Was sind die Parameter für erfolgreiche Nationale Dialoge? Welche Lehren lassen sich für die Rolle internationaler Drittpartien in diesen komplexen Prozessen ziehen? Was können Drittparteien tun, um Ihr Engagement stärker zu koordinieren und nationale Dialoge effektiver zu unterstützen?

Diesen und weiteren Fragen widmete sich der, von der deutschen und der schweizerischen Mission bei den Vereinten Nationen zusammen mit der Berghof Foundation und swisspeace organisierten, Runde Tisch zum Thema International Engagement and National Ownership: Lessons-learnedfromYemenforemergingNational DialogueProcesses am 13. April in New York (NY). Die Veranstaltung  brachte Vertreter der Vereinten Nationen und ihrer Mitgliedstaaten sowie internationale Experten und lokale Akteure in den Räumen der Deutschen Mission zusammen, um das Spannungsfeld von internationalem Engagement und nationaler Eigenverantwortung in nationalen Dialogen zu diskutieren und, mit besonderem Blick auf den Fall Jemen, wichtige Lehren für die internationale Förderung von nationalen Dialogen zu definieren.

Den Auftakt für diesen zweistündigen Austausch gaben Botschafter Jürgen Schulz, Stellvertreter des Ständigen Vertreters Deutschlands bei den Vereinten Nationen, und Botschafter Jürg Lauber, Ständiger Vertreter der Schweiz bei den Vereinten Nationen. Vor internationalem Publikum betonten beide die Bedeutung von nationalen Dialogen als einem partizipativen und erfolgversprechenden Ansatz  der Friedensvermittlung und als eines der zentralen Instrumente in der Krisen- und Stabilisierungspolitik.

Bei der Vorstellung des Handbuchs zu Nationalen Dialogen bot Luxshi Vimalarajah den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die zentralen Erkenntnisse aus mehr als drei Jahren Forschung und Praxis zu nationalen Dialogprozessen.

Im Anschluss daran legte die Panel- und Publikumsdiskussion, moderiert von Hans-Joachim Giessmann, ein besonderes Augenmerk auf Bedingungen für effektives internationales Engagement von Drittparteien. Dabei stand vor allem die Frage im Vordergrund, wie die Vereinten Nationen und internationale NGOs Dialogprozesse sinnvoll und konfliktsensibel fördern können, ohne die lokale Eigenverantwortung zu kompromittieren. Mit einem Schlaglicht auf die Rolle internationaler Akteure in nationalen Dialogen weltweit, teilten Roxaneh Bazergan von der Mediation Support Unit der Vereinten Nationen, Luxshi Vimalarajah, und David Lanz, Leiter des Mediationsprogramms von swisspeace, zentrale Erfahrungen aus der praktischen Arbeit von Drittakteuren. Afrah Al-Zouba, ehemalige stellvertretende Leiterin des Sekretariats für den Nationalen Dialog im Jemen, bereicherte den Austausch mit ihren eigenen Erfahrungen um die Perspektive lokaler Akteure auf die größten Herausforderungen für internationales Engagement [am Beispiel Jemens].

Der Runde Tisch in New York ist Teil des Engagements der Berghof Foundation, im Rahmen des Projektes zu Nationalen Dialogen den strategischen Austausch zwischen lokalen und internationalen Akteuren zu fördern und Nationale Dialoge als partizipative Werkzeuge der Krisen- und Konfliktbearbeitung zu stärken.