Runder Tisch: Sichtweisen auf Deeskalationsmaßnahmen in Syrien

21.01.2018

Obgleich eine politische Einigung im Syrienkonflikt noch in weiter Ferne liegt, haben sich die wichtigsten internationalen Mächte Anfang 2017 auf die Schaffung sogenannter Deeskalationszonen in den verbliebenen Oppositionsgebieten verständigt. Gleichzeitig gibt es überall im Land auf lokaler Ebene weitere Bestrebungen zur Konfliktentschärfung. Die meisten dieser Maßnahmen sind jedoch zeitlich befristet und kaum in der Lage, Gewalt einzudämmen. Kritiker sehen in den meisten dieser Maßnahmen eher Kriegstaktik, um Zeit für eine Neuaufstellung von Truppen zu gewinnen, als einen ernstgemeinten Beitrag zur Entschärfung des Konfliktes.

Vor diesem Hintergrund organisierte die Berghof Foundation am 4. Dezember 2017 eine Expertenrunde zum Thema “Sichtweisen auf die Deeskalationsmaßnahmen in Syrien“. Im Rahmen dieser geschlossenen Veranstaltung sprachen Wissenschaftler und Experten über konkrete Maßnahmen zur Deeskalation, ihre Realisierbarkeit, damit verbundene Herausforderungen und ihr Potential, zu einer nachhaltigen Stabilität beizutragen.

Ziel war es, die unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Konfliktparteien und Akteure mithilfe wissenschaftlicher Analysen und Erfahrungsberichten gegenüber zu stellen, um so zu einer besseren Einschätzung zu gelangen. Die Gruppe diskutierte außerdem, wie die derzeitigen Maßnahmen zu einer langfristigen und nachhaltigen Lösung des Konfliktes passen. Die Expertenrunde befasste sich dabei sowohl mit den unterschiedlichen Typologien der Maßnahmen als auch mit den Erfolgen und Herausforderungen des Astana Prozesses.

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