Vorbereitungsworkshop für den Humanitären Weltgipfel (WHS)

03.05.2016

Einen Monat vor dem Humanitären Weltgipfel organisierte die Berghof Foundation in Kooperation mit AFFORD (African Foundation for Development) und dem Danish Refugee Council (DRC) einen Vorbereitungsworkshop für Diasporaorganisationen und -initiativen, die sich im Bereich der humanitären Hilfe engagieren.

Elf Vertreter sierra-leonischer, somalischer und syrischer Diasporaorganisationen, die auch zu dem Gipfel in Istanbul eingeladen sind, nahmen an dem Workshop am 21. April in Berlin teil. Die Teilnehmenden diskutierten die Ergebnisse des Konsultationsprozesses des WHS, die Agenda des bevorstehenden Gipfels, sowie Erwartungen der Beteiligten, bisherige Zugeständnisse und voraussichtliche Ergebnisse.

Auf Grundlage ausgewählter Richtliniendokumente und Berichte sowie Empfehlungen, welche im Rahmen der DEMAC-Initiative (Diaspora Emergency Action and Coordination) formuliert wurden, wurden Prinzipien und Selbstverpflichtungen erarbeitet. Diese werden später zu einem gemeinsamen Grundsatzdokument zusammengefasst und auf dem WHS der internationalen humanitären Gemeinschaft vorgestellt. Mit den in diesem Grundsatzdokument festgehaltenen Selbstverpflichtungen wollen die Diasporaorganisationen dazu beitragen, sich besser auf humanitäre Krisen vorzubereiten und diesen effektiver zu begegnen, wie vom UN Generalsekretär in seiner Agenda für die Menschlichkeit gefordert.

Der Workshop ist Teil des allgemeinen DEMAC-Mandats, Interventionsmethoden und organisatorische Kapazitäten humanitärer Diasporaorganisationen auszuloten und die Koordination zwischen Diaspora-Akteuren und dem "konventionellen" internationalen humanitären System zu verbessern.

Im vergangenen Jahr wurde bereits eine Stellungnahme, die eine bessere operative und strategische Kooperation zwischen humanitären Diasporaorganisationen und dem konventionellen humanitären System fordert, vorgestellt. Deren Empfehlungen waren auch Gegenstand der globalen Konsultationen im Oktober 2015. DEMAC wurde überdies als Ansprechpartner für die Interessenvertretung von Diasporaorganisationen im Rahmen des WHS ausgewählt.