Förderung der Kapazitäten von lokalen Friedensstrukturen in der Benishangul-Gumuz Region in Äthiopien

Eine Bewertung der GIZ hat die Kapazitäten von lokalen Friedenskomitees in der Benishangul-Gumuz Region in Äthiopien und deren Potential zur Gewaltprävention durch weitere Kapazitätsentwicklung identifiziert. In enger Zusammenarbeit mit der GIZ und mit nationalen Partnern arbeitet die Berghof Foundation daran, diese lokalen Friedenskomitees zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Förderung der individuellen Kenntnissen der Mitglieder dieser Komitees in den Bereichen Friedensförderung und Konflikttransformation, auf der Gestaltung von Formaten mit dem Ziel eines gleichrangigen Austauschs, auf der Schaffung von Möglichkeiten der Team- und Beziehungs-Entwicklung und auf der Bildung eines interkommunalen Friedensnetzwerks.

Die Benishangul-Gumuz Region (BGR) ist ein Bundesstaat im Westen Äthiopiens, welcher an den sudanesischen Blue Nile Staat grenzt. Obwohl die Region in der Vergangenheit relativ stabil war, haben Instabilität und Konflikte in den letzten Jahren zugenommen. Wie in weiten Teilen der Region mehren sich die Bedenken bezüglich der Ernährungssicherheit, welche durch Konflikte in Nachbarstaaten (Sudan) und eine große Zahl Geflüchteter noch verstärkt werden. Konflikte über Migration, den Zugang und die Verwaltung von natürlichen Ressourcen und Grundbesitz haben zu wachsenden ethnischen Spannungen und Gewalt sowohl innerhalb der BGR als auch mit den benachbarten Regionen (Oromia und Amhara) geführt. Die historische Marginalisierung und das Überschwappen von Instabilität aus dem Sudan und Südsudan haben die Volatilität in BGR insbesondere in den Grenzgebieten erhöht. Die GIZ arbeitet mit der äthiopischen Regierung und mit IGAD/ CEWARN zusammen, um die Konfliktprävention und -minderung in der Benishangul-Gumuz Region (BGR) von Äthiopien zu fördern.

Das Projekt wird mit Mitteln der GIZ finanziert.

Das Projekt umfasst sechs Aktivitäten:

  • Die Entwicklung von Trainingscurricula basierend auf Fachliteraturrecherchen zur Region, die Definition von Kriterien für die Mitglieder der Komitees und die Entwicklung einer Methodologie der Konfliktanalyse.
  • Die Entwicklung der Curricula mit dem Implementierungspartner während des ersten Schreibworkshops und die Bereitstellung von technischer Unterstützung für das erste Training mit einem Fokus auf Jugendliche.
  • Die Teilnahme an der ersten Runde von Trainings für die Friedenskomitees, um Unterstützung zu leisten, und die Leitung des zweiten Schreibworkshops, um die Curricula weiterzuentwickeln und zu aktualisieren.
  • Die Entwicklung einer regionalen Strategie der Konflikttransformation.
  • Die Unterstützung eines oder einer Moderator*in für einen lokalen Dialog/ eine lokale Friedenskonferenz, die Leitung eines fortgeschrittenen Mediationstrainings, die Gestaltung eines Fachnetzwerks und die Leitung eines letzten Schreibworkshops, um die regionale Strategie der Konflikttransformation zu entwickeln.
  • Die Fertigstellung der regionalen Strategie der Konflikttransformation.