Begegnungen an Land und auf See

"Als wir vor 10 Tagen an Bord gingen waren wir freundlich zueinander; von Bord gehen wir als Freunde", beschreibt eine Teilnehmerin die Begegnung zwischen Studierenden des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Tübingen und Freiwilligen des Teheran Peace Museum, Iran an Bord des Peace Boats. Mit dem Kreuzfahrschiff "Peace Boat", der gleichnamigen japanischen NGO, reisten die beiden Gruppen gemeinsam von Athen über Venedig, Dubrovnik, Kotor und Palermo nach Marseille.

Im Zuge des friedenspädagogischen und kulturellen Hafen- und Bordprogramms diskutierten die jungen Erwachsenen mit Mitgliedern von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen über die Krise in Griechenland, die Situation von Flüchtlingen oder den zivilen Widerstand gegen die Mafia. Sie besichtigten ehemalige Kriegsschauplätze und erweiterten im Gespräch mit Zeitzeugen und Vertreterinnen und Vertretern von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Regierungsinstitutionen und des ICTY ihr theoretisches Wissen über den Jugoslawien-Krieg. Die Präsentation der Tübinger Studierenden über Vergangenheitsbewältigung in Deutschland stieß bei den japanischen und iranischen Mitreisenden auf besonders reges Interesse.

Die Exkursion wird alle zwei Jahre von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Programmbereichs Friedenspädagogik & Globales Lernen der Berghof Foundation in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politikwissenschaften der Universität Tübingen und Peace Boat durchgeführt.