Monika Onken

Stipendiatin, Georg Zundel Scholarship
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Monika Onken promoviert seit 2015 an der Freien Universität Berlin (OSI) und ist in unser Forschungsprogramm zu Konflikttransformation eingebunden. In ihrer Dissertation legt sie ihren Schwerpunkt auf militante Gewalt in eigentlich gewaltfreien Bewegungen. Dabei analysiert sie, wie sich unterschiedliche Arten und Formen von Gewalt auf den Erfolg einer gewaltfreien Bewegung auswirken. Mit Hilfe diverser Forschungsmethoden aus statistischer Analyse und Feldforschung untersucht sie dreizehn Bewegungen in elf Ländern in Afrika (1990 bis 2006).

Das Paradox von Gewalt in Gewaltfreiheit rückte während der Vorkommnisse der Safran-Revolution 2007 in Burma in den Vordergrund von Monikas akademischer Arbeit. So schrieb sie bereits ihre Bachelor-Arbeit in Internationalen Entwicklungsstudien an der Wageningen Universität in den Niederlanden über die Mobilisierungsprozesse von gewaltfreien Bewegungen. Der Master-Abschluss in Friedens- und Konfliktforschung an der Uppsala Universität in Schweden hat Monikas Wissen und ihr Interesse an zivilem Widerstand weiter gefestigt; auch ihre Masterarbeit thematisierte die Rolle von radikalen Gruppen in gewaltfreien Bewegungen.

Das Wechselspiel zwischen Gewalt und Gewaltfreiheit in sozialen Bewegungen wurde Monikas Meinung nach viel zu lange  in Politik und Wissenschaft ignoriert. Daher will sie mit ihrer Forschung zu weiteren Erkenntnissen hinsichtlich der Effektivität von Widerstandsstrategien beitragen.