Jordanien: Vereinbarung zu politischer Bildung und Gewaltfreiheit

10.07.2014

Die Berghof Foundation und die Universität von Jordanien haben sich in einer gemeinsamen Erklärung auf eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich der politischen Bildung und gewaltfreien Erziehung verständigt. Ziel ist es, durch Qualifizierungskurse für Studierende und Lehrpersonal sowie durch die Entwicklung entsprechender Curricula die gewaltfreie Transformation von Konflikten zu fördern.

Ende Juni nahmen einige Studierende und Lehrpersonal der Universität an einem Qualifizierungskurs für Trainer in politischer Bildung und gewaltfreier Erziehung teil, der von der Berghof Foundation in Amman durchgeführt wurde. In einem zweiten Schritt werden diese insgesamt 20 Trainerinnen und Trainer das Erlernte an ihren eigenen Schulen, Universitäten und in der freien Bildungsarbeit anwenden.

Diese Erprobungsphase wurde am 30. Juni 2014 mit einer Konferenz zu Gewaltfreiheit an Schulen eingeleitet, die von Trainerinnen und Trainern sowie Schülerinnen und Schülern der Theodor Schneller Schule organisiert wurde. Über 70 Schüler und Schülerinnen konnten dabei ihre Vorstellungen von einem gewaltfreien Zusammenleben in der Schule durch Geschichtenerzählen und interaktives Theater zum Ausdruck bringen. Die jordanische Ministerin für Soziale Entwicklung, Reem Mamdouh Abu Hassan, war sehr beeindruckt und sagte ihre Unterstützung zu.

Bei einem dritten Teil des Kurses, der im Oktober in Deutschland stattfinden wird, können die Teilnehmenden ihre Erfahrungen auswerten und weitere Fähigkeiten erwerben. Alle Aktivitäten sind Teil des Projekts „Förderung gewaltfreier Erziehung in Jordanien“, das von der Berghof Foundation mit Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes durchgeführt wird.