Neue Veröffentlichungen zu den Auswirkungen von Sperrlisten

12.03.2015

Der Bericht “Building Peace in Permanent War: Terrorist Listing and Conflict Transformation” wurde in London (24. Feb.) und Oslo (26. Feb.) der Öffentlichkeit vorgestellt. Véronique Dudouet, die auch das Vorwort geschrieben hatte, vertrat die Berghof Foundation bei den Veranstaltungen an der Queen Mary Universität (London) und dem Peace Research Institute Oslo (PRIO). Zu den Teilnehmenden zählten zahlreiche Vertreter aus Forschung, NGO-Sektor und diplomatischem Dienst.

Die Stipendiaten Louise Boon-Kuo (University of Sydney), Ben Hayes (Statewatch), Vicki Sentas (University of New South Wales) und Gavin Sullivan (University of Amsterdam) legten mit dieser Studie eine erste umfassende Analyse vor, die die Auswirkungen des Verbots ttypo3/#_msocom_1erroristischer Vereinigungen auf Konfliktlösung und Friedensbildung systematisch darstellt. Diese verbindet juristische und politische Analyse mit Aussagen von Praktikern und politischen Entscheidungsträgern aus dem Bereich Konflikttransformation. Schwerpunkte bilden dabei die Konflikte in Somalia, Israel/Palästina und  Türkei/Kurdistan. Der Bericht zeigt, wie Sperrlisten die Bemühungen für einen politischen Dialog zwischen bewaffneten Gruppen und nationalen Regierungen in Konfliktregionen sowie die Arbeit von ‘Brückenbauern’ vor Ort beeinträchtigen. Er dokumentiert, wie Risikomanagement hinsichtlich der juristischen Grauzone betrieben und wie zivilgesellschaftliche Akteure durch “schwarze Listen” von Friedensprozessen ausgeschlossen werden.

In einem Beitrag, der auf Interviews in Kolumbien und im Baskenland beruht, zieht BF-Programm-Direktorin Dr. Véronique Dudouet ähnliche Schlussfolgerungen. Das Kapitel wurde im Sammelband „Researching Terrorism, Peace and Conflict Studies“ (hsg. von Ionanis Telledis und Harmonie  Toros, Routledge 2015) veröffentlicht, der in der gleichen Woche erschienen ist.

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Kontakt: Véronique Dudouet