Servicestelle zur Stärkung der Friedensbildung in Schulen

20.04.2015

Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Berghof Foundation einen Vertrag zur Einrichtung einer Servicestelle für Friedensbildung geschlossen. Ziel der neuen Servicestelle ist, Angebote im Bereich der Friedensbildung besser zu vernetzen, für Schulen und Pädagogen sichtbarer zu machen und neue inhaltliche Impulse zu setzen. Kultusminister Andreas Stoch unterzeichnete den Vertrag gemeinsam mit Lothar Frick, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, und Uli Jäger, Programmdirektor bei der Berghof Foundation. Uli Jäger sprach sich dafür aus, dass die Schulen bei der Auseinandersetzung mit Ansätzen ziviler Konfliktbearbeitung und des friedlichen Zusammenlebens gestärkt werden. "Gewalt, Radikalisierung, Krieg und Flucht machen als drängende aktuelle Herausforderungen auch vor den Schulen nicht Halt. Dort muss Raum sein für eine intensive und sensible Auseinandersetzung."

Die Einrichtung der "Servicestelle Friedensbildung" ist ein erstes Ergebnis der Gemeinsamen Erklärung zur Stärkung der Friedensbildung in Schulen, die das Kultusministerium Ende vergangenen Jahres mit 17 Organisationen aus dem Bereich der Friedensbewegung unterzeichnet hat. Die Servicestelle wird in Abstimmung mit den Unterzeichnern der Erklärung bei der Landeszentrale für politische Bildung angesiedelt sein und in gemeinsamer Trägerschaft mit der Berghof Foundation betrieben. Der Landtag hat für die Arbeit der Servicestelle im aktuellen Doppelhaushalt 100.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt.