Zertifikat (CAS) Nationale Dialoge & Friedensmediation

Nationale Dialoge werden zu einem immer wichtigeren Thema in internationalen Debatten. Dieser Ansatz gilt als vielversprechend, um die Ursachen gewaltsamer politischer Konflikte in einer inklusiven Weise anzugehen und zu lösen. Nationale Dialoge können vor, während oder nach Friedensverhandlungen eingerichtet werden.

Vor dem Hintergrund des wachsenden Interesses bietet die Berghof Foundation, zusammen mit swisspeace, den fünf-tägigen Kurs ‚Friedensmediation und Nationale Dialogprozesse‘ an. Dieser richtet sich an Konfliktakteure und Praktiker und vermittelt:

  • Einblicke, wie man Nationale Dialoge verstehen, konzipieren und unterstützen kann
  • Training im Bereich Dialog und Mediationspraktiken
  • Reflexion zu Erkenntnissen, die aus früheren und laufenden Nationalen Dialogen gezogen werden können

Der Kurs umfasst Expertenvorträge, Fallstudien, Simulationen und Reflexion.

Zeitplan

Jährlicher Trainingskurs; der nächste Kurs findet vom 13. bis 17. Februar in Basel (Schweiz) statt. Weitere Informationen >

Ansatz

Auch wenn Nationale Dialoge grundsätzlich national geführte Prozesse sind, stellt sich doch die Frage, wie Drittparteien solche Prozesse unterstützen können. Hierfür ist ein umfassendes konzeptionelles und prozesstechnisches Verständnis nötig. Oft sind sowohl nationale Akteure, als auch Drittparteien damit überfordert: Wie unterscheidet sich ein Nationaler Dialog von innerparteilichen Dialogen oder Mehrparteienverhandlungen? Wie kann man Konfliktparteien in der Konzeption von Nationalen Dialogprozessen unterstützen (z.B. im Bereich Agenda Setting, Kriterien für die Teilnahme, Kriterien für Entschlussfassungen, Etablierung eines Sicherheitsnetzes)? Welche Arten von Prozessen/Mechanismen werden benötigt, um den gemeinsamen Lernprozess, Reflexion und die Konsensbildung zwischen Konfliktparteien in Friedens- und Verhandlungsprozessen zu unterstützen? Wie können lokale, internationale und regionale Unterstützungsstrukturen aussehen? Außerdem können Nationale Dialoge viele unterschiedliche Formen annehmen, unterschiedliche Interessenvertreter miteinbeziehen und eine große Bandbreite an Themen behandeln.

Der jährlich stattfindende, 10-tägige Kurs (CAS) in Nationalen Dialogen & Friedensmediation möchte das gesteigerte Interesse an Nationalen Dialogen aufgreifen und die oben aufgeführten zentralen konzeptionellen und praktischen Herausforderungen mit dem Ziel behandeln, Nationale Dialogprozesse zu verstehen, zu planen, umzusetzen und aus ihnen zu lernen.

Ziele und Auswirkungen

Das übergreifende Ziel des CAS ist es, jene zu unterstützen, die mit der Planung, Unterstützung, Umsetzung und Erforschung Nationaler Dialoge betraut sind. Dazu werden die Fähigkeiten der Teilnehmer durch Simulationen, Expertenvorträge und Erfahrungsaustausch gezielt gefördert. Insbesondere sollen die folgenden Ziele erreicht werden:

  • Optionen und Strategien für die Planung nationaler Dialogprozesse erörtern: Am Ende des CAS sind die Teilnehmenden mit den unterschiedlichen Phasen und Aspekten Nationaler Dialoge vertraut und können Strategien zur Bewältigung von Krisenmomenten in Nationalen Dialogen entwickeln.
  • Konzeptionelle Klarheit schaffen: Der CAS vermittelt den Teilnehmenden nicht nur ein besseres konzeptionelles Verständnis Nationaler Dialoge, sondern gibt ihnen auch verschiedene Instrumente der Konfliktanalyse an die Hand und befähigt sie damit, sich strukturiert und strategisch im Rahmen Nationaler Dialoge zu engagieren.
  • Zentrale Dialog- und Mediationsmethoden weiterentwickeln: Die Teilnehmenden werden verschiedene Dialog- und Mediationsmethoden kennenlernen und vertiefen. Der CAS bietet zudem die Möglichkeit, in einer sicheren Umgebung über eigene Stärken und Schwächen in der Dialogpraxis zu reflektieren.
  • Erfahrungsaustausch zwischen Praktikern fördern: Der CAS bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, von erfahrenen Praktikern zu lernen und Teil eines lebendigen professionellen Netzwerks von Expert/innen und Vertreter/innen aus Politik, Diplomatie und friedenspolitischer Praxis zu werden.

Erfolgreiche Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten ein Certificate of Advanced Studies. Dieser Kurs (10 ECTS) kann im Rahmen des von swisspeace und der Universität Basel angebotenen Masterprogramms Advanced Studies in Civilian Peacebuilding als Modul gewählt werden.

Der Kurs wird gemeinsam von der Berghof Foundation und swisspeace angeboten.

Ein Pilotkurs wurde im Januar 2015 erfolgreich durchgeführt.

Der nächste Kurs findet vom 13. bis 17. Februar in Basel (Schweiz) statt. Weitere Informationen >