Gewaltfreie Erziehung in Jordanien

Das Projekt zur Förderung gewaltfreier Erziehung in Jordanien bringt jordanische Bildungsexpertinnen und -experten zusammen, die Konzepte für Qualifizierungsmaßnahmen in gewaltfreier Erziehung entwickeln, diskutieren und in die Praxis umsetzen. Mit einem Team von Expertinnen und Experten jordanischer Universitäten, NGOs sowie der Theodor Schneller School in Amman arbeiten wir derzeit gemeinsam an der Implementierung von Curricula und Netzwerken für gewaltfreie Erziehung in Schulen, Hochschulen und in der Flüchtlingsarbeit in Jordanien. Außerdem wird der Erfahrungsaustausch zwischen Flüchtlingshelferinnen und -helfern aus Jordanien und Deutschland gefördert. Die seit 2013 im Rahmen des Projekts gemeinsam entwickelten Lernmedien (Handbücher, Poster und Lehrfilme) kommen in Schulen und Universitäten, ebenso wie in der non-formalen Bildungsarbeit, zum Einsatz. Das Projekt zur Förderung gewaltfreier Erziehung in Jordanien zielt auf eine konstruktive Transformation von Konflikten ab. Es strebt die Verankerung der Grundwerte von Gewaltfreiheit, Toleranz, gegenseitigem Respekt und Teilhabe im jordanischen Bildungswesen an.

Laufzeit

2013 - 2017

Konfliktlage

Kinder schlagen sich auf dem Schulhof, Studierende demolieren die Einrichtung ihrer Universität, und auch in den Flüchtlingslagern und in den mit der Aufnahme von zahlreichen Flüchtlingen überforderten Gemeinden, ist Gewalt ein häufiges Problem - Jordanien birgt ein gefährlich hohes Potential für Alltagsgewalt. Die gegenwärtigen wirtschaftlichen und sozialen Spaltungen, verbunden mit einer angespannten innen- und außenpolitischen Situation, verschärfen die Probleme. Familiäre, politische und Stammeskonflikte werden zunehmend gewaltsam auch innerhalb jordanischen Bildungseinrichtungen ausgetragen. Es mangelt an Lernräumen, in denen man sich konstruktiv auseinandersetzen kann. Es fehlen Räume zum Austausch darüber, wie man mit unterschiedlichen Meinungen und verschiedenen Wertesystemen umgehen kann, ohne auf Gewalt zurückzugreifen.

Ansatz

In unserem Team arbeiten Expertinnen und Experten jordanischer Universitäten, NGOs und Stiftungen sowie Fachleute der Theodor Schneller School mit der Berghof Foundation zusammen. Arbeitsteilig und auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet (Schüler, Studierende, Lehrkräfte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Flüchtlingshelferinnen und -helfer) werden unterschiedliche Trainingskonzepte und Curricula zu gewaltfreier Erziehung entwickelt und getestet. Die Resultate werden in den Treffen der Expertengruppe, sowie auf einer geplanten Hochschulkonferenz ausgetauscht, diskutiert und überarbeitet.

Ziele und Ergebnisse

Jordanische Bildungsexpertinnen und -experten wurden mit dem Ziel zusammengebracht, einen nachhaltigen Beitrag zur Verankerung der Grundwerte von Gewaltfreiheit, Toleranz, gegenseitigem Respekt und Teilhabe im jordanischen Bildungswesen zu leisten. Gemeinsam werden Konzepte für Qualifizierungsmaßnahmen in gewaltfreier Erziehung entwickelt, diskutiert und in Schulen, Hochschulen und in der Flüchtlingsarbeit in die Praxis umgesetzt.

Das Projekt 2013-2015

Nach einer Serie von Workshops mit Lehrenden und Studierenden durch das Team der Berghof Foundation wurden 2015 mit drei Universitäten (University of Jordan, Petra University, Al Balqa Applied University) Memoranda of Understanding zur Verfestigung der weiteren Zusammenarbeit unterzeichnet. Um Ansätze gewaltfreier Erziehung an Hochschulen und die bisherige Erfolge landesweit sichtbar zu machen und den Kreis der beteiligten Universitäten auszuweiten hat das Ministry of Higher Education and Scientific Research die Durchführung einer landesweiten Hochschulkonferenz vorgeschlagen und seine Unterstützung zugesagt.

In zwei mehrstufigen Qualifizierungskursen in Jordanien und Deutschland wurden seit 2014 rund 45 jordanische Lehrkräfte, Dozentinnen und Dozenten, Studierende sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter als "Trainerinnen und Trainer für gewaltfreie Erziehung" ausgebildet. Sie haben an ihren Schulen, Universitäten und in Flüchtlingslagern zahlreiche Workshops zu gewaltfreier Erziehung durchgeführt und ausgewertet. Dabei kamen die im Handbuch ausgearbeiteten Module zu Straßenfußball für Toleranz, Storytelling und Interaktivem Theater zum Einsatz. Das jordanische Bildungsministerium (Ministry of Education) hat vor diesem Hintergrund angeregt, solche Qualifizierungsmaßnahmen für Modellschulen im ganzen Land durchzuführen.

Das Tätigkeitsfeld des Projektes wurde zudem auf die pädagogische Arbeit in Flüchtlingslagern in Jordanien bzw. auf die Arbeit mit syrischen und irakischen Flüchtlingen in Gemeinden ausgedehnt. Kontakte mit in der Flüchtlingsarbeit in Jordanien erfahrenen internationalen Nichtregierungsorganisationen wurden über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Qualifizierungskurse vertieft und Workshops zu gewaltfreier Erziehung im Zaatari Camp und im Azraq Camp durchgeführt.

Das Projekt 2016-2017

  • Implementierung des Curriculums "Schule ohne Gewalt"
    Im ersten Projektabschnitt werden die bisherigen Erfahrungen mit gewaltfreier Erziehung an jordanischen Schulen in einem Curriculum "Schule ohne Gewalt" verdichtet. Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrkräfte sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter von 15 Modellschulen aus dem ganzen Land erhalten entsprechende Vorbereitungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und erklären sich bereit, das Curriculum an ihren Schulen zu erproben.
  • Konzeptualisierung eines Curriculums "Hochschule gegen Gewalt"
    Die Integration von gewaltfreier Erziehung in die Lehrveranstaltungen und den Lehralltag an den Hochschulen Jordaniens wird vor allem im Bereich der Lehrer- und Sozialarbeiterausbildung verstärkt. Wie bei "Schule ohne Gewalt" werden die bisherigen Projekterfahrungen im Hochschulbereich in einem Entwurf für ein Curriculum "Hochschulen gegen Gewalt" gebündelt. Eine Fachkonferenz "Hochschulen gegen Gewalt" wird vorbereitet und durchgeführt, zu der Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen in Jordanien, sowie die für den Hochschulbereich verantwortlichen politischen Entscheidungsträger eingeladen werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Jordanien und Gewaltpräventionsexpertinnen und -experten aus Deutschland kommentieren das vorgeschlagene Curriculum und ergänzen es aus ihrer Sicht.
  • Konfliktsensitive Flüchtlingsarbeit
    Im Rahmen des Projekts werden Modellworkshops in den Flüchtlingslagern in Jordanien sowie ein Fachgespräch in Deutschland mit erfahrenen, pädagogisch tätigen Flüchtlingshelferinnen und -helfern beider Länder durchgeführt. Der zuletzt genannte Aspekt wird angesichts der politischen Diskussionen um den Umgang mit Flüchtlingen sowohl in Jordanien als auch in Deutschland an Bedeutung gewinnen. Von einem Erfahrungsaustausch kann die Flüchtlingsarbeit in beiden Ländern profitieren.

Schlüsselakteure

Schlüsselakteure für die Entwicklung und Umsetzung von Curricula zur bürgerschaftlichen und gewaltfreien Erziehung sind Bildungsexpertinnen und -experten, Universitätspräsidenten, Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsministeriums. Für die Umsetzung von Inhalten und Methoden braucht es zudem qualifizierte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, engagierte Studierende). Das Projekt bietet ihnen Lernräume und Training. Es baut ein Netzwerk von Bildungsinstitutionen für die Entwicklung und Implementierung von Curricula zur gewaltfreien Erziehung auf.

Reichweite

Die Berghof Foundation will dieses friedenspädagogische Netzwerk von Ministerien, Universitäten, Schulen, politischen Stiftungen und NGOs in Jordanien und der Region kontinuierlich erweitern. Möglichkeiten einer solchen Erweiterung des Netzwerks in Nachbarländer werden derzeit geprüft.

Partner

Theodor Schneller Educational Training Centre, Ministry of Education, Ministry of Higher Education and Scientific Research, University of Jordan, Petra University, Al Balqa Applied University, Expertenteam von Universitätsprofessorinnen und -professoren sowie Schulleiterinnen und Schulleitern, Trainernetzwerk von Lehrkräften, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie NGO-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Förderer

Das Projekt wurde 2013-2015 vom Institut für Auslandsbeziehungen mit Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. Seit 2016 wird das Projekt von der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes unterstützt (Referat 609 - Kultur- und Medienbeziehungen Maghreb, Naher und Mittlerer Osten, Dialog mit der islamischen Welt).

November 2016 - Konferenz "Stärkung einer Dialogkultur und Förderung von politischer Bildung"

Ein Höhepunkt der Aktivitäten in 2016 im Rahmen des Projekts Gewaltfreie Erziehung in Jordanien, war die Konferenz zur "Stärkung einer Dialogkultur und Förderung von politischer Bildung" in jordanischen Familien, Schulen und insbesondere Hochschulen. Diese fand unter der Schirmherrschaft des jordanischen Hochschulministeriums statt und zählte fast 70 Teilnehmende. Die Dokumentation der Konferenz gibt einen Einblick in die Themen der Vorträge, die angeregten Diskussionen und vor allem den intensiven Austausch verschiedener Multiplikatoren, darunter zahlreiche Universitätspräsidenten und Professoren, sowie verschiedene jordanische aber auch deutsche Experten aus dem politischen, sozialen und schulischen Bereich. Insbesondere die interaktive Methode "World Café bot Raum für inspirierende Gespräche und Ideen zur Implementierung einer Dialogkultur und der Stärkung von politischer Bildung an jordanischen Universitäten. Durch rotierende Gesprächsgruppen und die Verschriftlichung der aufkommenden Gedanken entstanden rege Diskussionen über neue Hochschul-Konzepte sowie neue Kontakte auf professioneller Ebene.

Besonders tragende Themen durch die gesamten zwei Tage waren die weitere Entwicklung des Bildungssystems mit verstärktem Fokus auf partizipative Methoden und einer stärkeren Einbindung der Schüler, außerdem das Konzept des Global Citizenship sowie der Umgang mit Geflüchteten im deutschen und jordanischen Bildungsbereich, aber auch innerhalb der Gesellschaft.

Dokumentation der Konferenz (engl.)

Dokumentation der Konferenz (arab.)

März 2016 – Planung der Projektmaßnahmen des neuen Projektes „Gewaltfreie Erziehung in Jordanien 2016“ mit unseren Partnern in Amman

Vom 9.- 13. März 2016 wurden in Amman die Rahmenbedingungen für Projektmaßnahmen und -aktivitäten der Berghof Foundation (BF) und den lokalen Partnern festgelegt. BF und das jordanische Bildungsministerium einigten sich auf die Durchführung von Lehrerfortbildungen zum Thema "Schulen ohne Gewalt",mit 15 Modellschulen aus unterschiedlichen Regionen Jordaniens. In Kooperation mit der jordanischen Expertengruppe und dem Netzwerk der Trainerinnen und Trainer für gewaltfreie Erziehung wurde das Projektvorhaben, und insbesondere die Projektbereiche Schule und Hochschule, inhaltlich diskutiert. Mit in der Flüchtlingsarbeit tätigen Netzwerkmitgliedern wurde sich über die Situation von Geflüchteten in Jordanien und Deutschland ausgetauscht und die neue Komponente "Flüchtlingsarbeit" inhaltlich gemeinsam vorbereitet.

Oktober 2015 - Abschlussfeier mit jordanischem Botschafter

Zwanzig Pädagoginnen und Pädagogen aus jordanischen Schulen, Universitäten und Flüchtlingslagern haben den Qualifizierungskurs für Trainer in bürgerschaftlicher und gewaltfreier Erziehung erfolgreich abgeschlossen. Ihre Zertifikate wurden vom Jordanischen Botschafter Dr. Mazen Tal am 8. Oktober 2015 im Berghof Center verliehen. Zuvor hatten sie eine Woche lange im Georg Zundel Haus der Berghof Foundation in Tübingen ihre Erfahrungen ausgetauscht, Vorträge zu Gewaltprävention in Deutschland gehört sowie Institutionen der Jugendhilfe, der Sozialarbeit und pädagogische Ausbildungsstätten besucht. Der menschliche Umgang mit der wachsenden Zahl an Flüchtlingen in Jordanien und in Deutschland wurde als gemeinsame Aufgabe identifiziert. Alle Beteiligten wollen sich in dieser Frage in Zukunft stärker vernetzen und gemeinsame Vorhaben verwirklichen.

Juni 2015 - Qualifizierungskurs Teil I in Amman abgeschlossen

Der erste Teil unseres Qualifizierungskurses für Trainerinnen und Trainer für gewaltfreie Erziehung wurde in Amman abgeschlossen. Innerhalb einer Woche lernten die 20 Teilnehmenden, die in unterschiedlichen Bereichen des Bildungswesens arbeiten, verschiedene pädagogische Ansätze wie das interaktive Theater, visuelles Geschichtenerzählen und Straßenfußball für Toleranz kennen. In einem zweiten Teil werden sie die neu erlernten Methoden in ihrer eigenen Arbeitsumgebung anwenden und ihre Erfahrungen dokumentieren. Der dritte Teil des Kurses findet im Oktober in Deutschland statt.

März 2015 - Workshops und Projekttage an Schulen und Universitäten

Zahlreiche Workshops an Universitäten und Schulen zum Thema gewaltfreie Erziehung führten Anne Romund und Uli Jäger von der Berghof Foundation im Rahmen eines Projektbesuchs in Ammen durch. In den kommenden Monaten werden unsere lokalen Trainerinnen und Trainer selbstständig Workshops und Projekttage in ihren Schulen und Universitäten planen und durchführen sowie mit einigen Bildungsinstituten kooperieren. Die Treffen im jordanischen Bildungsministerium mit Staatssekretär Mohammad Okour verdeutlichen das hohe Interesse an einer Integration gewaltfreier Erziehung in das formale Bildungssystem.

Dezember 2014 - Konferenz zu politischer Bildung und gewaltfreier Erziehung in Amman

Auf einer Konferenz mit Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien, Universitäten, Schulen und NGOs stellte die Berghof Foundation die Jahresergebnisse des Projekts "Civic and Nonviolent Education in Jordan 2014" vor. Die Teilnehmenden der Konferenz diskutierten Möglichkeiten der Verwendung der erstellten Lernmedien in ihren jeweiligen Bildungsinstitutionen. Die Zusammenarbeit der Berghof Foundation mit Universitäten wurde durch die Unterzeichnung von Vereinbarungen mit der Petra Universität und der Al Balqa` Fachhochschule bekräftigt. Zudem fanden eine Reihe Workshops mit verschiedenen Zielgruppen statt (z.B. mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hilfsorganisationen in Flüchtlingslagern, Studierenden und Jugendlichen)

Oktober 2014 - Feierlicher Abschluss des Qualifizierungskurses für gewaltfreie Erziehung

In der ersten Oktoberwoche haben die jordanischen Lehrkräfte und Studierenden in Deutschland den dritten Teil des Qualifizierungskurses für gewaltfreie Erziehung erfolgreich abgeschlossen. Sie tauschten sich über ihre Projekte und Erfahrungen während der Erprobungsphase zwischen Juli und September 2014 aus. Zudem lernten sie in Tübingen und Berlin Ansätze der Gewaltprävention kennen und sprachen mit der ehemaligen Justizministerin Prof. Dr. Hertha Däubler-Gmelin über die Durchsetzung des Rechts auf gewaltfreie Erziehung in Deutschland im Jahr 2000. Bei der feierlichen Zertifikatsübergabe im Berghof Center in Berlin würdigte der jordanische Botschafter Dr. Mazen Tal das Engagement der Teilnehmenden und deren Beitrag zur Förderung gewaltfreier Erziehung in Jordanien.

Juni 2014 - Qualifizierungskurs zu politischer Bildung und gewaltfreier Erziehung

Ende Juni nahmen 20 jordanische Lehrkräfte und Studierende an einem mehrtägigen Qualifizierungskurs in politischer Bildung und gewaltfreier Erziehung in der jordanischen Hauptstadt Amman teil. Im ersten Teil des dreistufigen Kurses erarbeiteten die Teilnehmenden Grundlagen der gewaltfreien Erziehung. Während der zweiten Kursphase zwischen Juli und September 2014 erproben sie als Trainerinnen und Trainer konkrete Methoden der Gewaltprävention in ihren Schulen, Universitäten, in der freien Bildungsarbeit und in der Arbeit mit Flüchtlingen und Gewaltopfern. Vertreter der Berghof Foundation und der Universität von Jordanien verständigten sich zudem in einer gemeinsamen Erklärung auf eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich der politischen Bildung und der gewaltfreien Erziehung.

März 2014 - Workshops zu Gewaltprävention in Amman

In der letzten Märzwoche 2014 organisierte die Berghof Foundation zusammen mit dem lokalen Team aus anerkannten Bildungsexpertinnen und -experten vier Workshops an jordanischen Universitäten. Sie boten Räume zum Nachdenken über und zum Erproben von Ansätzen bürgerschaftlicher und gewaltfreier Erziehung. Die eintägigen Workshops wurden an der University of Jordan, der Petra University, der Al Balqa’ Applied University und der American University of Madaba durchgeführt. Rund 140 Studierende und interessierte Lehrkräfte nahmen teil. Sie diskutierten die Ursachen von Gewalt und Möglichkeiten der Gewaltprävention an ihren Universitäten.

Oktober 2013 - Produktion von Lehrfilmen in Amman

Das Team der Berghof Foundation und der jordanischen Bildungsexpertinnen und -experten traf sich in Amman, um vier kurze Lehrfilme zu verschiedenen Ansätzen der bürgerschaftlichen und gewaltfreien Erziehung zu produzieren. Lokale Fachleute brachten Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und verschiedener Schulen zusammen. Gemeinsam erprobten sie vor der Kamera Methoden des visuellen Geschichtenerzählens, interaktives Theater und Straßenfußball für Toleranz. Alle leisteten ihren Beitrag zur Entstehung der Filme, die nun andere Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung dieser Methoden unterstützen können.

September 2013 - Deutsch-jordanische Sommerschule in Tübingen

Menschen lernen durch Begegnung, Austausch und die Beschäftigung mit unterschiedlichen Perspektiven. Daher führte die Berghof Foundation eine Sommerschule im Georg-Zundel-Haus in Tübingen durch, an der deutsche und jordanische Bildungsexpertinnen und -experten von Universitäten, Schulen und NGOs teilnahmen. Die einwöchige Veranstaltung diente vor allem der Inspiration der Teilnehmenden und der Generierung von Ideen für interaktive pädagogische Ansätze für die bürgerschaftliche und gewaltfreie Erziehung in Jordanien.

  • Documentation Conference "Strengthening a culture of dialogue in Jordan" (engl.). 2016. Educationanl & Multimedia. mehr >
  • Documentation Conference "Strengthening a culture of dialogue in Jordan" (arabic). 2016. Educational & Multimedia. mehr >
  • Dagmar Nolden & Cassandra Schützko: Conflict sensitive refugee assistance (engl.). 2016. Tübingen. Educational & Multimedia. mehr >
  • Dagmar Nolden & Cassandra Schützko: Conflict sensitive refugee assistence (arab.). 2016. Tübingen. Educational & Multimedia. mehr >
  • Uli Jäger, Anne Romund & Hannah Reich: Fostering civic and nonviolent education in Jordan. 2014. Berlin: Berghof Foundation. Educational & Multimedia. PDF >
  • Uli Jäger, Anne Romund & Hannah Reich: Fostering civic and nonviolent education in Jordan (arabic). 2014. Berlin. Educational & Multimedia. PDF >
  • Culture of Dialogue (arabic). Tübingen. Educational & Multimedia. Poster >

  • Uli Jäger: Gewalt erkennen, bewerten und überwinden. Expertenteam in Jordanien erarbeitet friedenspädagogische Fortbildungen. In: Schneller Magazine, 2/2013, 14-15. Link >